Am 28.07. war es endlich soweit der Tag an dem unser Langdistanz Debüt stattfinden sollte. Im Vorfeld erhielten wir schon viele gute Tipps und aufmunternde Worte von Andreas D., so dass wir uns zumindest mental gut vorbereitet fühlten.

Gemeinsam machten wir uns gegen 4:30 morgens auf den Weg in unser Abenteuer, nicht ahnend was uns erwarten sollte.

Sonja:

Mein Tag stand wohl unter dem Motto „Pleiten, Pech und Pannen“, noch nie in meinem Leben ist mir eine Schwimmbrille gerissen, noch nie hatte ich einen Platten im Wettkampf. All das habe ich jetzt auch hinter mir. 10 min vor dem Start bricht die Schwimmbrille in 2 Teile, panisch und voller Angst, dass das Rennen schon vor dem Start vorbei ist, renne ich aus dem Schwimmstart in die Menschenmenge auf der Suche nach einer Ersatzbrille. Erster toller menschlicher Moment des Tages, eine mir völlig unbekannte Frau bietet mir eine an, noch dazu versucht sie mich zu beruhigen. 5 Minuten vor Startschluss stand ich dann tatsächlich mit Schwimmbrille wieder am Schwimmstart, natürlich habe ich Andreas nicht wiedergefunden, vorsichtig in die Menge gerufen und hey da war er ja. Also konnten wir doch gemeinsam ins Wasser. Nun wird alles gut.

Schwimmen lief dann super, Wechsel und die erste Radrunde auch, ich bin diese bewusst etwas ruhiger gefahren, um nicht am Anfang schon zu überpacen und fühlte mich richtig gut, das war Spaß pur. Aber bei KM 97 in der Hafencity gab es auf einmal einen Knall und mein Hinterreifen war platt. Noch keine Panik, Reifenwechsel hatte ich mit Andreas zig fach geübt, ich kann es eigentlich. Aber am Sonntag irgendwie nicht, ich habe den Mantel partout nicht von der Felge bekommen, gefühlt eine Ewigkeit versucht, in der prallen Sonne gestanden und geflucht. Immer wieder neu versucht – keine Chance. Es kam mir vor wie eine Ewigkeit, tatsächlich habe ich dort 37 min gestanden. Hätte heulen können, ich wollte das Ding zu Ende bringen. Und dann der 2. tolle Moment des Tages, ein Teilnehmer, Marc mit der Startnummer 2240 fuhr vorbei, man sah wie er kurz stockte, dann aber hielt und fragte ob er helfen könne. Einfach genial, der unterbricht sein Rennen um mir zu helfen. Mantel hat er mir gelöst, den Rest konnte ich dann wieder selber machen. Aber ich war so nervös und habe wohl die Hälfte der Kartusche verballert. Auf jeden Fall hatte ich hinten nicht mehr genug Druck drauf, ich konnte die Km/h der ersten Runde nicht mal mehr ansatzweise fahren, keine Ahnung ob das am Luftdruck oder doch der Erschöpfung gelegen hat, ich fühlte mich eigentlich immer noch gut. Etwas später habe ich Marc dann auf der Radstrecke wieder getroffen, ihm ging es gar nicht gut und es tat mir total leid, ich hatte auch ein schlechtes Gewissen einfach vorbei zu düsen. Aber hilft ja nix…und so erreichte ich dann nach 6:14 netto Fahrtzeit tatsächlich wieder die Wechselzone, bei den gefahrenen 186 km ein Schnitt von 29,8 km/h – für mich eine geile Zeit. Wurmt mich trotzdem etwas 30 km/h wären hübscher gewesen.

Der Marathon bei 30 Grad war dann wirklich hart, aber ich wusste mir konnte technisch nichts mehr passieren. Ich hatte meiner Familie versprochen vorsichtig zu sein und wollte auch unbedingt ankommen, daher bin ich konsequent an jeder Verpflegungsstelle gegangen, habe mich mit Eiswürfeln und Wasser gekühlt. Verpflegung konnte ich nicht mehr zu mir nehmen, da mein Magen mittlerweile wirklich rebelliert hatte. Andreas sah ich ein paar Mal an den Wendepunktstrecken, in der VP am Gänsemarkt war ich dann auf einmal neben ihm, wir konnten kurz reden, mir tat es gut zu wissen, es geht ihm gut und er wird das Ding zu richtig gut zu Ende bringen. Trotzdem war es mental hart zu wissen, dass er es gleich geschafft hat, während ich noch zwei Runden vor mit hatte. Aber irgendwann waren auch die vorbei und ich konnte glücklich und mit einem Lächeln die Ziellinie am Rathausmarkt überqueren.

Vom LAV hat Sigurd am Streckenrand gestanden und fleißig angefeuert, mein Jaulen ignoriert, deine Worte haben sehr gut getan – Danke dafür.

Es war ein unglaubliches Erlebnis, nicht nur der Sport, sondern vielmehr noch diese menschlichen Momente die Zeiten fast nebensächlich werden lassen.

 

Andreas:

Meine Aufregung hielt sich in Grenzen, ein leichtes Kribbeln, aber eigentlich wirklich mehr Vorfreude. Morgens in der Wechselzone, Gänsehaut Feeling und ich konnte den Start kaum erwarten.

Als dann eine Stunde vor Start die Info kam das Neo erlaubt ist, ging ein Jubel durch die Menge. 24,1 Grad hatte die Alster.

Schwimmen lief dann richtig gut, durch den Rolling Start war immer genug Platz und ich konnte genau meine Ideallinie schwimmen und kam ohne irgendwelche Hauereien aus dem Wasser. Am Schwimmausstieg reines Gänsehautfeeling, die Zuschauer trugen mich bis zur Wechselzone.

Der Wechsel zum Rad lief gut und nun begann der Spaß, die Strecke war teilweise sehr schlecht, Kopfsteinpflaster, Bahnschienen, Schlaglöcher - ich wurde gut durchgeschüttelt, ständig musste ich prüfen, ob ich wie viele andere etwas verloren hatte, aber es ging gut. Radfahren lief super. Nach 186 km erreichte ich dann zufrieden die Wechselzone

Als ich vom Rad stieg merkte ich das Laufen geht gar nicht, doch nachdem das Rad am Ständer hing merkte dass es doch ging. Nach dem Wechsel in die Laufschuhe sagte ein Helfer „Genieße den Moment“ und ich habe den Moment genossen als ich aus dem Zelt lief und von allen bejubelt wurde. Da hörte ich aus der Menschenmasse eine bekannte Stimme sah rüber und sah Sigurd, der mich anfeuerte. Es war schön ein bekanntes Gesicht zu sehen. Die ersten 2,5 Runden liefen super, aber der Mann mit dem bekannten Hammer kam doch, ab KM 28 fiel es deutlich schwerer. Dann die 4. und letzte Runde, die war wirklich hart, aber ich dachte trotzdem nie ans Aufgeben, so kam ich mit Gänsehaut und Tränen in den Augen in den Zielkanal rein, es war ein unbeschreiblich schönes Gefühl. Ich war sehr glücklich es geschafft zu haben.

Es war ein toller Tag und ein super Gefühl unseren ersten Ironman gemeinsam erleben zu dürfen.

  Die Einzelleistungen sind hier aufgeführt.

 

 

Ironman Hamburg

Senioren-Vergleichswettkampf Dänemark-SHLV

Am Sonnabend, den 6. Juli 2019 fand in diesem Jahr der Senioren-Vergleichswettkampf Dänemark-SHLV in Apenrade statt. Von uns hatten sich Manuela und ich für verschiedene Laufdisziplinen angemeldet. Stefan und Bugs hatten sich als Kampfrichter zur Verfügung gestellt. Und so machten wir uns ausgelassen auf den Weg nach Dänemark.

In Apenrade angekommen bestaunten wir gleich das schöne Stadion mit all seinen angrenzenden Sportplätzen. Von Schwimmbad über unzählige Fußballplätze bis Tennisplätze war alles da.

Die Organisation der Ausrichter verlief typisch dänisch, unkompliziert und spontan. Startnummern gab es nicht, die Trikotfarben wurden registriert. Und es klappte auch.

Manuela war gleich über 100m am Start. Sie hatte die schnellen Beine eingepackt. Danach hieß es für mich 800m. Wegen meines Ischias war ich ein bisschen skeptisch, aber Trikot an, Adrenalin in die Beine und alles ist gut.

Auslaufen und 15 Minuten später war schon wieder der Start für die 3000m. Auch der lief wie geschmiert. Damit waren schon viele Punkte für SH gesichert.

Nun war Manuela wieder am Start über 200m. Auch sie holte Punkte für SH.

Ausruhen war nicht. Sie hatte sich noch für die Staffel entschieden und auch da zeigte sie was in ihr steckt.

Innerhalb von 3 Stunden waren unzählige Disziplinen ( Hochsprung, Diskus, 800m, 3000m, Kugelstoßen, Weitsprung, 200m, Hammerwerfen, die 1000m-Staffel und Speerwerfen) absolviert.

Danach ging es unverzüglich zum Grillen. In der Zwischenzeit hatten die Gastgeber sich um das komplizierte Wertungsverfahren gekümmert und konnten noch während des Essens verkünden, dass Dänemark in diesem Jahr gewonnen hat. Mmmmh!

Nach einem gemeinsamen Mannschaftsfoto ging es dann zufrieden Richtung Deutschland.

Revange gibt es im nächsten Jahr in SH. Wir brauchen da noch mehr „reife“ Athleten, das gibt Punkte.

 

Hier geht es zu den  Ergebnissen

 

 

Ländervergleichskampf Deutsch-Dänisch

Der Ironman Frankfurt 2019 stand zunächst unter keinem guten Stern: die sogenannte Sahara Hitze war angekündigt, Temperaturen für den Renntag am 30.6. von bis zu 41 Grad. Ich hatte 2015 beim Hitzerennen das gleiche in Frankfurt erlebt, damals bin ich bei Lauf KM 31 ausgestiegen.

Die Aufregung und auch der Respekt waren entsprechend gross.

Dennoch unternahm ich eine normale Rennvorbereitung, reiste am Donnerstag an, holte am Freitag die Startunterlagen ab, schwamm eine Runde im Langener Waldsee und nahm an der englischen Wettkampfbesprechung am Römerberg teil - es waren Teilnehmer aus 81 Nationen gemeldet, in Summe ca. 3000.

 

Am Samstag fuhr ich die ersten Hügel der Radstrecke ab und koppelte kurz auf der Laufstrecke an der wir direkt wohnten. Danach ging es zum Rad Check in und auf eine letzte kurze Runde im Waldsee - die Temperaturen stiegen bereits auf 36 Grad. Nur raus aus der Sonne!

 

Am Race Day klingelte dann um 3:30 Uhr der Wecker. Gelflaschen füllen, Frühstück, anziehen und los; erstaunlicherweise war es draussen kühl. Mit dem Shuttle Bus ging es um 4:15 Uhr an den Waldsee, coole Atmosphäre. Die Wechselzone öffnete um 5:00 Uhr - ich war flott fertig und schwamm mich kurz ein. Ein Fehler, denn ich fror tatsächlcih die letzte halbe Stunde bis zum Start bei nur knapp 20 Grad. Es war zudem Neo Verbot ausgerufen, da der See 25,5 Grad warm war.

Als die Ager Grouper zum Rolling Start gingen kam Jan Frodeno bereits vom ersten Teilabschnitt zurück. Dass Schwimmen lief gut, Probleme machte allen nur die tief stehende Sonne die die Bojen verschwinden lies - so schwamm das Feld Zickzack. Nach 1:05 kam ich aus dem Wasser was gut war und die heisse Jagd auf dem Rad begann. 185 km mit knapp 1500 Höhenmetern lagen vor uns, dabei Kopfsteinpflaster, rasante Abfahrten mit bis zu 80 km/h und Highlights wie der Heartbreak Hill der an die Tour de France erinnert - auf der zweiten Runde war hier aber kaum noch was los da es mit dann Ende 30 Grad schon zu heiss war. Bis 4:30 h lief es auf dem Rad super, dann machten die Beine etwas schlapp, wohl auch wegen der Hitze. Nach 5:12 h war der Radsplit zu Ende. Ich hatte mich von Position 16 nach dem Schwimmen auf Position 6 vorgearbeitet, damit war ich mehr als glücklich, zumal meine beste Disziplin noch kam. Aber ein Marathon bei 40 Grad nach über 6 h Wettkampf? Ich hatte mir als Ziel gesetzt ruhig zu bleiben, Geduld zu haben und auf jeden Fall durchzulaufen. So ging ich im 5 er Schnitt an, fiel bei km 18 auf Platz 9 zurück und wurde nervös da es „nur“ 12 Slots für die ersehnte Hawaii Quali gab. Schneller laufen ging aber auch nicht bzw war mir zu dem Zeitpunkt zu risikoreich. Nach einer weiteren Runde hatte sich meine Entscheidung als goldrichtig erwiesen, ich hatte mich auf Platz 5 vorgearbeitet. Meine Erfahrung sagte mir dass die die langsamer geworden waren eher weiter zurückfallen würden als wieder aufzuholen, also lief ich meinen Schritt weiter. Am Ende wurde ich damit 7. in der AK und war dicke in den Slots für Hawaii. Als am Monatg bei der Slotvergabe mein Name aufgerufen wurde schrie ich kräftig „Yes“ und nahm den Slot an. So geht es nun im Oktober zur für mich dritten Ironman WM nach Kailua Kona! Die Freude ist riesig, insbesondere bei den harten Bedingungen. Nicht nur die in Führung liegende Frau Sarah True, auch viele andere Teilnehmer lagen am Rand der Strecke und mussten medizinisch betreut werden. Von 3000 gemeldeten Startern waren nur 2000 im Ziel. Ich war dabei und mit Platz 92 im Gender Männer sogar unter den Top 100. Coole Sache bei der erneuten Hitzeschlacht 2019!

 

Ironman Frankfurt

Jan Dehn unter 40 Min. und Luise Levermann unter 25 Min.

Kropp, 15.05.2019 Immelmannlauf

Dieser Tag sollte in die Geschichte eingehen.

Es waren wunderbare Bedingungen: trocken, sonnig, nicht zu warm, wenig Wind, perfekte und schnelle Strecke und gute Stimmung.

Dieses nutzte als Erste Luise Levermann im 5 KM-Lauf. Sie setzte sich mit einer Superleistung und einer Traumzeit von 24:59 Min. auf Platz 1 ihrer Altersklasse W11 und führt damit die 2019er-Bestenliste in NF souverän an. Klasse!

Nicht weniger erfolgreich ging es im Rennen über 10 KM für die LAV Husum weiter. Gleich nach dem Start konnten Jan Dehn und ich uns unter den ersten 10 Läufern festsetzen und einen Kilometerschnitt von knapp unter 4 Min. halten. Ab KM 7 ging bei mir so ein bisschen die Puste aus und Jan musste sich alleine, für sein Ziel unter 40 Min. zu bleiben,.auf den Weg machen. Kurz vor seiner Zielankunft sagte mir mein Blick auf die Uhr, dass er das geschafft hat (Glückwunsch!), um im selben Moment festzustellen, dass ich noch mal richtig alles rausholen muss, um auch unter 40 Min. zu bleiben. Leider mal wieder eine Punktlandung 40:00 Min..

Für uns beide war es damit der Altersklassensieg.

Frank Brinkmann nutzte genauso die optimalen Bedingungen und blieb mit seiner Zeit von 52:57 Min , wie es sich gehört, gut unter der nächsten Minutengrenze. So macht man das! Auch Frank war hoch zufrieden und so schmeckte uns das alkoholfreie Weizen doppelt gut.

 

Immelmannlauf 2019

Hallen-Landesmeisterschaften der Senioren/innen 2019

Hamburg, 10.Februar 2019, Regen

Zum Glück waren Manuela und ich zu den Landesmeisterschaften in der Halle nach Hamburg gereist. Begleitet von Stefan (Trainer), Mine (Foto) und Bugs (Orga) erreichten wir rechtzeitig vor Abgabeschluss der Stellplatzkarten die gut gefüllte Halle. Es wuselte in jeder Hallenecke.

Für mich begann der Wettkampftag um 13:00 Uhr mit den 800m. Es war meine erste Teilnahme an dieser Kurzstrecke und wurde ein voller Erfolg. Landesmeister in 2:37,63 min. Der Einstieg in meine neue Altersklasse M65 war gelungen.

Danach startete Manuela in ihre neue Altersklasse. Auch über 800m. Sie kam aus ihrem Langstreckentraining für Drelsdorf und war mit dem 3.Platz W55 und der Zeit von 3:06,71min. nicht ganz zufrieden.

Über 200m sah sie dann doch recht flott aus und belegte den 4.Platz in 33,98 sec..Der Trainer war aber nicht so ganz begeistert.

Nach ca.3 Stunden war ich dann wieder dran. Das Ziel war Landesmeister über 3000m. Es folgte ein Rennen ohne echte Konkurrenz in der M65, ich versuchte aber in der M60 Schritt zu halten. Es lief alles super und der Standard von 12:30 min. wurde mit 11:29,44 min. locker unterschritten. Geschafft! Die Begeisterung war groß.

Dann hieß es auslaufen, duschen, Siegerehrung und los. Und auch der Wettlauf um die Züge wurde gewonnen, sodass wir müde und zufrieden um 20:45 Uhr in Husum ankamen.

Schlussendlich endete der erfolgreiche Tag in der Sofaecke.

Uwe Gosch

Are you tough enough?

Ist die Frage des Veranstalters, wenn man sich für diesen Wettbewerb anmeldet.

100  x 100 m schwimmen oder multipliziert 10 km.

100 x los schwimmen, um jeweils 100 m zu bewältigen, wobei man sich aussuchen kann, ob man sich alle 2,15 Minuten wieder auf den Weg macht oder etwas knackiger alle 2 Minuten.

Als dieses Event jetzt in Lübeck angeboten wurde, habe ich mich nach einigem Zögern doch angemeldet. Mein Bekannter, Heino Andresen, der im TSV Husum schwimmt, schloss sich meinem Vorhaben an.

Die Trainingsleistungen in den Wochen davor waren durchschnittlich 5 km bis 5 km auf 10 km bis 12 km hoch geschraubt, ging es dann am 15.12.2018 nach Lübeck.

Ein großes 50 m Becken mit 8 Bahnen. 5 Bahnen für die 2,15 Minuten Abgänge und 3 für die, die den 2 Minuten Rhythmus gewählt hatten sowie Heino und ich.

7 bis 8 Leute auf jeder Bahn und 18.25 Uhr fiel dann der Startschuss. 3:25 Stunden lagen vor uns.

Im Training hatte ich mir einen Rhythmus zwischen 1,33 und 1,38 Minute je 100 m "angewöhnt".

Auf unserer Bahn waren jedoch drei ziemliche "Heißdüsen", denen man versuchte - viel zu schnell - hinterher zu schwimmen, was sich dann hinten raus doch etwas bemerkt gemacht hat.

Nach 18 Durchgängen folgte die erste Pause. 5 Minuten. Aus dem Becken raus, schnellen Schrittes zur Toilette, Gel, Getränk und ein Stück Banane und zurück ins Wasser.

27 weitere Durchgänge standen an. Dann folgte die zweite Pause bei 45 bzw. 4.500 absolvierten Metern.

5 Minuten können so schnell vorbeigehen!

Aber zu diesem Zeitpunkt war noch alles im grünen Bereich, obwohl sich die Zeit jetzt zwischen 1,40 und 1,43 Minuten pro 100 m einpendelte.

Dass man alsbald den 50. Durchgang und damit die Hälfte absolviert hatte, brachte einen mental nicht wirklich vorwärts.

Immer öfter ging der Blick zur Uhr und die darauf angezeigten Anzahl der Durchgänge. Wann war die nächste Pause? Nach dem 72. Durchgang. Ok, noch einmal den "Tank" so gut es geht füllen. Schließlich galt es noch 2.800 m zu bewältigen. Die hatten es dann auch in sich. Wenn ich jemals Technik besessen habe, was viele bestreiten, hatte ich sie auf diesem Abschnitt jedenfalls nicht mehr. Nur noch die Arme ins Wasser hauen und mit letzter Kraft versuchen, durchzuziehen. Bei jeder Wende zudem aufpassen, dass man sich keinen Krampf holt. Inzwischen war der Startblock gefüllt mit Bananenstücken. Eins fiel in den Ablauf, egal, raus gefischt und rein damit. Inzwischen tendierte die Zeit pro 100er Richtung 1,50 Minuten. 3 x tief durchatmen und dann wieder los.

Beim 89. Durchgang ging dann das Licht in der Halle aus und am Rand wurden langsam die Wunderkerzen angezündet.

Dann der 100. Anschlag, "all in time". Jubel und Freude, aber auch totale Erschöpfung. Inzwischen war es 22.00 Uhr geworden. Jeder Finisher erhielt dann eine Teilnehmerurkunde mit dem Hinweis darauf, dass er jetzt in den Club der "100 x 100 Schwimmer" aufgenommen sei.

Glücklicherweise war Heino noch so fit, um uns nach Nordfriesland zurückzubringen und wir beide konnten dann im Auto die Frage: "Are we tough enough" laut mit "Yes" beantworten.

 

100 x 100m

Am 2.September 2018 fanden in Bremen die Deutschen Meisterschaften im 10 km Straßenlauf statt. Wladimir Nagowizyn und ich waren mal wieder die einzigen Vertreter des LAV Husum. Schade! Aber Spaß gemacht hat es trotzdem. Ich war mit meinen 3 Schlachtenbummlern schon am Freitag angereist. Was sich im Laufe des Rennens als Fehler erweisen sollte. Wladi war da cleverer und kam direkt mit dem Auto am Sonntag zum Rennen. Bei besten Bedingungen gingen zuerst die deutschen Spitzenläufer an den Start und zeigten uns welche Zeiten auf dem Rundkurs möglich wären.

In unserem Lauf für alle Frauen und alte Knacker ab M50 aufwärts, ging es dann doch etwas langsamer von statten. Was nicht bedeuten soll, dass nicht alle ihr Bestes gegeben haben. Wladi ist in Vorbereitung auf den Marathon in Berlin und ging so ganz locker ins Rennen und war mit seiner Zeit von 43:12 Min. (Platz. 4 M65) zufrieden. Bei mir ging es schon vom Start weg blöd los. Hatte mich wieder mal verquatscht und kam bei der Startaufstellung nicht weit genug nach vorne. So musste ich auf dem 1.KM schon richtig Gas geben, um an meinen SH-Altersklassen-Mitstreiter Udo Naß heran zu kommen. Hab ich auch geschafft, war schon schwer am atmen und musste Udo gleich wieder ziehen lassen. Nun lief es bis KM 5 so ganz gut. Aber schnell zeigte sich, dass das Pflastertreten am Vortag durch alle Bremer Innenstadtstraßen ein Fehler war. Und ohne Gegenwehr musste ich viele junge Läuferinnen und leider auch 2 Altersklassen-Mitstreiter vorbei ziehen lassen. Im Ziel fühlte es sich an als wäre es ein quälender Lauf um die 43 Min. gewesen. Doch beim Blick auf die Uhr große Freude. Unter 40 Min., Jahresbestleistung. Und so war auch ich mit Platz 6 in 39:52 Min. zufrieden.

Die Veranstaltung bleibt in guter Erinnerung.

 

DM 10Km Bremen

Auch die 32. Auflage war wieder ein tolles Ereignis. Das Wetter spielte mit und war ideal zum Laufen und zum Veranstalten.

Nicht zu warm, nicht zu kalt, nicht zu windig und nicht zu nass. Prima Wetter also für nordfriesische Verhältnisse.

Zum dritten Mal haben wir die Veranstaltung mit den Kids-Läufen begonnen. Rund 60 Mädchen und Jungen im Alter zwischen 4 und 8 Jahren liefen um die Wette.

Fast schon etwas übermotiviert waren die Kleinen und mussten von Hans Erich, unserem langjährigen Moderator, vor Stürzen gewarnt werden.

Und doch konnten wir einen Sturz auch damit nicht verhindern.

Ist aber wirklich eine tolle Sache, wenn die Kleinen vor den Augen der stolzen Eltern, Großeltern und den zahlreichen Zuschauern ihr erstes „großes Rennen“ bestreiten.

Schon zu diesen Läufen war die Großstraße von zahlreichen Zuschauern gesäumt, ein Anblick, wie ihn jede Laufveranstaltung gerne sieht.

Die Großstraße ist ja einmal im Jahr für einen Samstagnachmittag mit den Worten von Boris Becker gesagt, dass Wohnzimmer der LAV Husum.

Und das haben wir unseren Gästen wieder bestens präsentiert.

Neben meinen 40 Helferinnen und Helfern rund um Startnummernausgabe, Start-/Zielbereich, Strecke, Duschen und Umkleide, Getränkeversorgung, Auswertung und Siegerehrung

sind ganz besonders Stefan Bolz, Kai Uwe Schmidt, Wolfgang Maaß und Hans Werner Carstens zu erwähnen.

Jahr für Jahr sind sie „feste Mitarbeiter“ in der Vorbereitung.

Stefan, der seit April die Online-Anmeldung pflegt, die eingehenden Fragen der Läufer beantwortet, den Geldeingang kontrolliert, die Teilnehmerlisten pflegt und die Unterlagen für die Startnummernausgabe komplett fertig macht.

Kai Uwe, der stets mit Rat und Tat zur Seite steht, die Tombola-Preise und Siegerhandtücher besorgt, die Kids-Läufe auswertet, die Siegerehrung moderiert.

Wolfgang, der das gesamte benötigte Equipment für die Streckenpräparierung und den Start- und Zielbereich verlädt und ausfährt, Auf- und Abbau organisiert und hinterher alles wieder in den Hütten verstaut.

Hans Werner, der Jahr für Jahr 750 KG an Wasserflaschen in seinen Bus lädt und diese dann in den Zielbereich bringt und wieder abfährt.

Und natürlich die 40 Helfer, die das alles tatkräftig unterstützen und ohne die die Veranstaltung nicht stattfinden könnte.

Auch hier gibt es natürlich die „festen Mitarbeiter“ die in jedem Jahr ihren Posten versiert besetzen.

In den nächsten Berichten werde ich diese fleißigen Helfer auch einmal persönlich vorstellen. Hinter jedem verbirgt sich eine eigen kleine Geschichte, die es zu schreiben lohnt.

Die Helfer standen auch in diesem Jahr bei mir wieder im Fokus. Ich habe mir diesmal eine Vereinstasche (einen roten Leinenbeutel mit dem gelben LAV Husum-Schriftzug) überlegt,

der wieder mit allem befüllt war, was ein Helfer gegen Hitze, Kälte, Hunger und Durst benötigt, wenn er den ganzen Nachmittag für uns im Einsatz ist.

Wenn sie zukünftig verwendet wird, machen die Helfer damit nicht nur Werbung für unseren Verein, sondern zeichnen sich damit als aktive Helfer/innen der LAV aus.

Außerdem haben wir bei der Tombola erstmals auch fünf Preise für unsere Helfer verlost.

Glück hatten Holger Clausen, Uwe Gosch, Sandra Gutte, Nils Hölck und Lars Levermann, die einen Gutschein beim Eiscafe Riva gewannen. Herzlichen Glückwunsch.

Und auch die übrig gebliebenen Handtücher, die nicht durch die Altersklassengewinner bei der Siegerehrung abgeholt wurden, sind zwischenzeitlich unter den Helfern verteilt bzw. verlost.

Und doch wird es immer schwerer, die benötigte Zahl an Helfern zusammen zu bekommen. Und das, obwohl ich seit der Übernahme der Organisation des Husumer Hafentagelaufs die Wertschätzung für unsere Helferinnen und Helfer „hoch halte“.

Eine Notwendigkeit, der sich auch der Verein voll und ganz stellen muss. Die Helferinnen und Helfer sind unser wertvollstes Gut, ohne die wir keine Laufveranstaltung abhalten könnten.

Außerdem ist das auch das Ergebnis aus dem, was ich selbst als Helfer erfahren habe. Ich habe mir das Ziel gesetzt, meine Helfer so zu behandeln, wie auch ich gerne behandelt werden möchte.

Die Georg C. Hansen Hafentagerunde (der sogenannte Jedermannlauf) und der CJ Schmidt Hafentagelauf wurden erstmals mit einer professionellen Transponder-Zeitmessung durchgeführt.

Jede einzelne Runde wurde zwischengestoppt und die Einlaufzeit sekundengenau registriert.

Die Urkunden konnten direkt nach der Laufveranstaltung Online angeschaut und ausgedruckt und der Zieleinlauf als kleines Video heruntergeladen werden.

Eine Änderung, die auch aufgrund sinkender Helferzahlen notwendig wurde, weil der Aufwand für die Auswertung dadurch erheblich verringert werden konnte,

die aber in der heutigen Zeit der Digitalisierung von einer guten Laufveranstaltung erwartet wird: eben eine professionelle Zeitmessung.

Einziger Nachteil, die Professionalität hat Ihren Preis.

Das kann man sich alles unter https://www.davengo.com/event/result/husumer-hafentagelauf-2018/ in aller Ruhe ansehen.

Und auch Fotos der Veranstaltung sind auf unserer Vereinshomepage unter www.lav-husum.de zahlreich anzuschauen. Dafür herzlichen Dank an den Allrounder Uwe Gosch, der neben der Kidsbetreuung und der Streckensicherung auch das Fotografieren der Veranstaltung und der Siegerehrung übernahm.

Die Läufe boten sportliche Highlights. Einzig die Finisherzahlen mit 71 bei der Georg C. Hafentagerunde und 280 beim CJ Schmidt Hafentagelauf müssen wir durch verstärkte Werbekampagnen weiter steigern.

Auch die Siegerehrung in der Rathaushalle des Husumer Rathauses, dieses Jahr zum dritten Mal an diesem Ort, ist aus der Veranstaltung nicht mehr wegzudenken.

Endlich im Herzen des Geschehens und nicht Abseits eine Siegerehrung, die sich wahrlich sehen lassen kann.

Und auch die Sponsoren, an der Spitze, wie seit Jahren, CJ Schmidt sowie Georg C. Hansen, Provinzial Bezirkskommissariat Runge und Kulkartz-Janzen, NF Palette, Stadtwerke Husum, Husumer Mineralbrunnen und VR Bank Westküste, standen uns wieder zuverlässig zur Seite.

Die 33. Auflage findet übrigens am 17. August 2019 statt.

Enden möchte ich mit einem Dank an meine Helferinnen und Helfer, die mir hoffentlich auch im nächsten Jahr wieder zur Seite stehen.

Herzlichst Euer Frank Brinkmann

Ich wurde gebeten etwas über mein erstes Jahr im LAV Husum zu berichten und so zurückblickend kann ich feststellen, dass es ein spannendes Jahr mit vielen neuen Eindrücken war.

Eigentlich komme ich vom Laufen, aber wie es oft so ist und viele von euch wohl kennen - irgendwann spielten die Knochen nicht mehr mit und ich musste erkennen, dass reines Laufen Gift für meinen Körper ist. Eine Alternative musste her, Radgefahren bin ich schon immer gerne, naja und schwimmen überlebt man ja auch irgendwie – also kam im letzten Jahr dann der Entschluss mich mehr auf den Triathlon zu konzentrieren. Das war dann auch der Grund den Verein und zu euch zu wechseln.

Es begann gleich mit der Winterlaufserie in Drelsdorf, sehr nett wurden wir aufgenommen und es macht Spaß ein Teil des Teams zu sein. Sehr schnell folgte die Einladung in eine WhatsApp Gruppe für gemeinsame Radfahrten. Gleich die erste Tour im April hat richtig Spaß gemacht und führte ich mich in ungeahnte Tempobereiche. Ich sollte lernen, dass locker und kurz sehr stark von der Definition abhängen und mein locker definitiv ein anderes ist, es hat aber mega Laune gemacht.

Mein eigentlicher Saisonhöhepunkt in diesem Jahr sollte der Ostseeman 113 in Damp sein, eine Mitteldistanz bestehend aus 1,9 km Schwimmen, 90 km Rad und einem abschließenden Halbmarathon. Leichtsinnigerweise hatte ich aber zeitgleich auch an einem Gewinnspiel teilgenommen, bei dem es Freistarts für den Hamburg Marathon zu gewinnen gab. Und wie soll es sein – wenn man eigentlich nicht will, ich wurde natürlich gezogen. Ein Wink des Schicksals? Denn eigentlich wollte ich nie mehr Marathon laufen, bin das ganze Jahr 2017 kaum gelaufen und nun das. Aber was hatte ich zu verlieren und die Stimmung in Hamburg ist immer toll. Fest mit dem Gedanken im Kopf, ich könnte die Stimmung ja einfach genießen, einen schönen Trainingslauf draus machen und dann halt nach der Hälfte auszusteigen, bin ich also doch angefangen wieder etwas mehr laufen zu gehen. Und auf einmal kam auch der Spaß zurück und der Marathon wurde dann einer meiner schönsten Läufe bisher. Ohne Zeitziel und ohne die Pflicht an mich selbst durchlaufen zu müssen, das Wetter war auch toll und so ich genoss den Lauf vom Anfang bis zum Ende (naja fast bis zum Ende) und bin nicht nach der Hälfte ausgestiegen ;-)

Am 24. Juni war es dann so weit – der OM 113 stand vor der Tür und ich war aufgeregt wie selten zuvor, das Schwimmen in der Ostsee und die Cut Off Zeit machten mir starke Sorgen. Schwer es sich jetzt nach diesem Sommer noch vorzustellen, aber an dem Wochenende im Juni war es bitter kalt, wir waren schon vor dem Wettkampf nur am Frieren. Anzeigetafeln an der Ostsee teilten am Vortag eine Wassertemperatur von 15 Grad mit. Auf der Wettkampfbesprechung wurden uns dann immerhin 16,3 Grad mitgeteilt. Zum Glück war das Meer aber relativ flach, meine größte Angst der Monsterwellen wurde so zum Glück nicht wahr. Also ging ich voller Angst und Vorfreude morgens um 9 Uhr in das kalte Nass, das Schwimmen verlief dann für meine Verhältnisse richtig gut – ich kam nicht als letzte aus dem Wasser und sogar deutlich vor der Cut Off Zeit J Allerdings war es soooo kalt, dass ich danach fast schockgefroren war, die Zeit im Wechselzelt hat dann viel zu lang gedauert, weil ich so gezittert habe.

Die erste Radrunde verlief dementsprechend, ich wurde einfach nicht warm und hab mich total unwohl gefühlt, Außentemperatur war auch nur 15 Grad, dazu Wind und leichter Regen. Aber als Nordfriesin ist man ja Kummer gewöhnt. Ab der 2 Runde war ich wieder eins mit meinem Rad und es fing an Spaß zu machen. Viel zu schnell waren die 90 km dann schon wieder vorbei. Laufen mit matschigen Beinen fiel sehr schwer, aber da auf der Wendepunktstrecke am Strand überall vertraute und nette Gesichter waren musste ich einfach Durchhalten. Und dann war irgendwann schon das Ziel in Sicht – nach 5:45 Std. war der Tag auf den ich solange hin gefiebert hatte auch schon wieder vorbei. Es war ein tolles Erlebnis und spätestens ab dem Zeitpunkt war ich mir völlig sicher, dass Triathlon mein Sport ist. Auch wenn ich schwimmen immer noch hasse.

3 Wochen später folgte der ITU Hamburg Triathlon, die weltweit größte Triathlon Veranstaltung, bei der ich zusammen mit Andreas W. die Olympische Distanz absolvierte. Bei perfektem Wetter und im Gegensatz zu den Ironman Teilnehmern 2 Wochen später duften wir noch durch die Alster schwimmen. Es war ein Triathlonfest und neben unserem eigenen Start konnten wir auch die Profis und den tollen 2. Platz von Laura Lindemann bewundern.

Damit waren die Saisonhöhepunkte schon durch, der Spaß aber lange noch nicht - es folgten einige kleine regionale Veranstaltungen, alle toll und mit Liebe organisiert. Der Hallig Dreeathlon auf der Hamburger Hallig, gemeinsam mit Hermi zum After Work Triathlon nach Niebüll und ein sehr windiger und nasser, aber super schöner Triathlon auf Pellworm. Am letzten Wochenende dann der schon fast traditionelle Saisonabschluss in Wanderup, jetzt mit Startpass musste ich zum ersten Mal beim Sprint starten und durfte so zusammen mit den starken LAV Männern Andreas D, Sigurd und Andreas W. antreten. Beim anschließenden Jedermann Rennen konnten wir dann noch Arne und Frank zujubeln. Manuela, Stefan und Hans waren auch wieder vor Ort und kümmerten sich gewohnt professionell um die Zeitmessungen.

So langsam neigt sich die Triathlon-Saison jetzt dem Ende entgegen, am kommenden Wochenende gönnen wir, Andreas W. und ich, uns zum Saisonausklang noch die Mitteldistanz beim Alssundman in Sonderburg.

Am 16. September findet dann in Arlewatt der Abschlusslauf des dies jährlichen Waterkant Cups satt, eine vereinsübergreifende Serie bestehend aus 6 Läufen in Joldelund, Viöl, Hattstedt, Enge-Sande, Husum (Hafentagelauf) und Arlewatt. Diese Serie liegt mir persönlich sehr am Herzen und ich würde mich freuen in Arlewatt und bei allen Läufen im kommenden Jahr möglichst viele LAV Mitglieder am Start treffen zu können.

 

Aloha liebe Leser,

der Ironman Hamburg am 29.7.2018 sollte eigentlich mein zweiter Ironman in meiner zweiten Heimat Hamburg werden, wurde aber ein Ironman Duathlon – das Schwimmen wurde aufgrund von Blaualgen in der Alster kurzfristig am Freitag abgesagt.

Obwohl ich kein guter Schwimmer bin (wie Sigurd immer sagt ;-)) war ich enttäuscht, denn die dargebotene  Alternative von 6 km Laufen, 180 km Rad und dann dem Ironman üblichen Marathon hörte sich nicht wirklich attraktiver an. Mit der langen Wechselzone in Hamburg kommt man dann auf ca. 50 km laufen gesamt so war meine Hochrechnung, die mich erschrecken lies.

Aber: Es ist für alle gleich!

Also verarbeiten und darauf einstellen. Ich hörte aber eigentlich von keinem dass er es gut fand, obwohl sonst viele über das Schwimmen schimpfen („Angstdisziplin“).

Die Tage vor dem Rennen waren bekanntlich super heiß, ich befürchtete Hawaii Bedingungen in Hamburg. Am Tag vor dem Rennen kam dann um 16 Uhr der große Regen und Sturmböen, es kühlte glücklicherweise etwa ab. Ich checkte mein Bike erst ein als es trocken war, also kurz vor Toresschluss um 18:30 Uhr. Hier sah ich viele liebevoll eingepackte Räder, Aero-Lenker, Ketten, Schuhe etc. Die nicht benötigte Badekappe wurden verwendet um die Rennverpflegung über Nacht trocken zu halten. Skurril aber schön! Es zeigt wir sorgsam jede/jeder Starter den langen Tag vorbereitet.

Der Start wurde auf erträgliche 07:10 Uhr verlegt, so dass man nicht in aller Herrgottsfrühe über den Ballindamm taumeln musste. Zudem fiel das Neo Anziehen, Einschwimmen etc weg. Stattdessen galt es sich einzusortieren für den ersten Lauf, die 6 km. Dort traf ich Miguel vom LAV, Hini samt Lena und Arbeitskollegen. Das ist immer toll in Hamburg, man ist nie allein! Dazu später mehr…..

Der rolling run start zog sich für mich sehr in die Länge obwohl ich mich schon in der schnellsten Gruppe angestellt hatte. Hier ist Optimierungspotential oder früheres Anstellen angesagt. Die Kilometer flogen so dahin, nach knapp 26 Minuten erreichte ich mein Rad, angefeuert von Nicole, Lena, Hini und mittlerweile auch Festus samt Freunden. Klasse!

Per Rad ging es Richtung Deich in Vierlanden, sehr vergleichbar zu einer Nordstrandrunde. Zu Anfang war kein Wind, es ging schnell voran. Der Weg aus der City war von üblem Kopfsteinpflaster geprägt, hier verloren zahlreiche Athleten Verpflegung, Trinkflaschen und ich meine Pumpe was ich aber erst im Ziel merkte. Auch von zahlreichen Garmins wurde berichtet ….. Zur Hälfte der Radstrecke ging es durch den Hot Spot zwischen Binnen- und Aussenader Alster mit 40 km/h über die Kennedy Brücke zum Fernsehturm und Retour – ein geiles Gefühl von den Massen angefeuert zu werden. Erkennen konnte ich jedoch kaum jemanden. Auf der zweiten Runde kam eine leichte Brise auf die das Tempo etwas drosselte, dennoch erreichte ich mit gut 4:40 einen hervorragenden Radsplit für die 178 kmEuphorie stieg auf doch dann kam der Gedanke „jetzt noch den Marathon“. Ach Du Sch…! Das denke ich jedes Mal und jedes Mal geht es dann irgendwie los. So auch dieses mal. Die ersten 20 km spulte ich im 4:45 er Tempo ab und war hoch zufrieden. Dann kamen jedoch viele kleine Männer mit vielen kleinen Hammern. Nach und nach wurde es zäh, bei km 25 so richtig. Ich ging. Übel, das auf meiner Hausstrecke. Ich aß zwei statt einem Gel und bekam prompt Seitenstiche. Aber: man ist nie allein! Durch die Anfeuerung und Positionsansage von Nicole und Hini kämpfte ich mich weiter voran und biss mich so richtig in den Ironman rein. Das Schöne ist ja, es wird schlimm, so richtig schlimm aber irgendwann auch nicht mehr schlimmer. Eine 1:51 für die zweite Marathon Hälfte waren das Ergebnis und nach 8:45 lief ich mega happy ins Ziel am Rathausmarkt. You are an Ironman! Yepp! Hier war es toll organsiert das alles so offen war und ich sofort Nicole sehen und in die Arme schließen konnte. Gerade diese Momente zu teilen ist besonders schön. Am Ende wurde es Platz 10 in der M45. Zwischenzeitlich war ich nach Aussage meiner Spotter mal 7. Schade. Natürlich schielte ich auch wieder auf die Kona Slots, am nächsten Tag zerplatzte der Traum jedoch als der AK sechste den letzten Platz nahm. Mein Rennen war gut, aber andere waren an dem Tag besser. Das der Abstand 6 Minuten betrug machte mir die Sache leichter.

In Summe war es wieder ein schönes Event, wenn auch durch den Duathlon mal ganz anders. Das man Höhen und Tiefen hat wusste ich, erlebe es aber jedes Mal aufs Neue und bei diesem Duathlon gerade beim Laufen besonders intensiv.

In diesem Sinne, finish with a smile, Andreas